Bahnplanung
Verschiedene Stellen arbeiten gemeinsam an kurz-, mittel- und langfristigen Massnahmen, damit die Fahrgäste von einem optimalen Bahnangebot profitieren können.
Das Angebot richtet sich nach den übergeordneten Planungsinstrumenten des Bundes (Angebotskonzept, Netznutzungskonzept und Netznutzungsplan) und hat daher kaum Spielräume.
Der VVL plant zusammen mit den Bahnunternehmen, den Nachbarkantonen und dem Bund den Regionalverkehr (S-Bahn, RE).
Der Fernverkehr (IR, IC, EC) wird durch die Bahnunternehmen in Eigenregie betrieben.
Der Bund entwickelt das langfristige Bahnangebot im Rahmen der strategischen Ausbauschritte der Bahninfrastruktur gemeinsam mit den Planungsregionen, den Eisenbahnverkehrsunternehmen und den Infrastrukturbetreiberinnen.
Der Kanton Luzern arbeitet dabei in der Planungsregion Zentralschweiz mit. Die Ausbauschritte werden vom Bundesrat beantragt und vom Parlament beschlossen.
Ausbauschritte der Bahninfrastrukur
Die langfristige Entwicklung der Bahninfrastruktur erfolgt in mehreren Ausbauschritten.
- Grundlage dafür bilden die Perspektive Bahn 2050 sowie das Strategische Entwicklungsprogramm Bahninfrastruktur (STEP).
- Mit der Botschaft 2027 hat der Bundesrat die Prioritäten für den Bahnausbau bis 2045 festgelegt und gleichzeitig einen Ausblick auf den nächsten Ausbauschritt 2031 gegeben.
Für den Kanton Luzern und die Zentralschweiz sind insbesondere zwei strategische Infrastrukturprojekte von zentraler Bedeutung:
- Der Durchgangsbahnhof Luzern soll etappenweise realisiert werden.
Mit der Botschaft 2027 beantragt der Bundesrat die erste Etappe mit dem Dreilindentunnel, der Anbindung an die bestehende Stammstrecke in Ebikon sowie dem unterirdischen Kopfbahnhof Luzern. - Mit der Botschaft 2031 soll die zweite Etappe mit dem Neustadttunnel und der Anbindung des unterirdischen Kopfbahnhofs an die Stammstrecke Richtung Olten folgen.
- Ebenfalls Bestandteil der Botschaft 2027 ist der Zimmerberg-Basistunnel II als zweite Etappe der Neubaustrecke Zürich–Zug.
Zusammen mit den weiteren Ausbauten auf der Achse Zürich–Zug–Luzern schafft er die Voraussetzungen für mehr Kapazität, einen stabileren Bahnbetrieb sowie den langfristigen Angebotsausbau zwischen der Zentralschweiz und dem Wirtschaftsraum Zürich.
Die beiden Schlüsselprojekte ergänzen sich und bilden die Grundlage für den langfristigen Ausbau des Bahnangebots in der Zentralschweiz. Sie schaffen die Voraussetzungen für Angebotsverbesserungen unter anderem in Richtung Zürich und Bern.
Perspektive Bahn 2050
Die Perspektive Bahn 2050 bildet die langfristige Strategie des Bundes für die Weiterentwicklung des Schweizer Bahnsystems.
Darauf aufbauend wird das Strategische Entwicklungsprogramm Bahninfrastruktur (STEP) laufend weiterentwickelt und bildet die Grundlage für die künftigen Ausbauschritte der Bahninfrastruktur.
Stand Eisenbahn-Ausbauprogramme
Über die Umsetzung der Ausbauprogramme gibt der jährlich aktualisierte Standbericht Auskunft.
Übersicht Meilensteine Angebot und Infrastruktur
Weitere Informationen zu den geplanten und auch den bisherigen Meilensteinen: